Was tun bei Bindehautentzündung?

19.06.2020
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Bindehautentzündung

Auslöser für eine Bindehautentzündung sind Viren, Bakterien, Allergien, Fremdkörper, verschiedene Umwelteinflüsse wie Feinstaub sowie eine andere Augenerkrankung.
Die Mehrheit der Krankheitsfälle verläuft ohne Komplikationen.

 

Ansteckende (infektiöse) und nicht ansteckende (nicht infektiöse) Bindehautentzündung
Bei einer infektiösen Bindehautentzündung, die sich im Rahmen einer Erkältung entwickeln kann, werden die Krankheitserreger, z. B. Herpesviren, durch direkten oder indirekten Kontakt mit dem Auge übertragen, beispielsweise beim Reiben der Augen mit nicht gewaschenen Händen.


Nicht ansteckende Bindehautentzündungen werden oft durch eine Allergie, oft in Verbindung mit Heuschnupfen sowie Hausstaub oder unverträgliche Kosmetikartikel hervorgerufen. Ebenso können grelles Sonnenlicht, UV-Licht im Solarium sowie Fremdkörper, Rauch, Chlor und andere Chemikalien Gründe für nicht infektiöse Bindehautentzündungen sein. Zu trockene Augen sind ein weiterer Risikofaktor.

 

Typische Symptome:

  • gerötete Augen und Schwellung der Augenlider
  • Flüssigkeitsabsonderung – verstärkter Tränenfluss mit eitrigem, wässrigem oder schleimigem Sekret
  • Fremdkörpergefühl: „Sandkörner“, die beim Blinzeln wahrgenommen werden

 

Therapie
Bei Verdacht auf eine Bindehautentzündung sollte in jedem Fall Rat bei einem Therapeuten eingeholt werden. Die Behandlung der Erkrankung erfolgt zumeist mittels antibiotikahaltiger Augentropfen oder Augensalben, die auf den konkreten Auslöser abgestimmt sind. Diese sind in der Regel verschreibungspflichtig und nach Abgabe eines Rezepts in der Apotheke erhältlich. Dort gibt es auch anthroposophische Arzneimittel zur Behandlung einer Bindehautentzündung.

 

Tipp
Keinen Kamillentee verwenden: Dieser kann das Auge zusätzlich reizen oder eine allergische Reaktion hervorrufen. Bei tränenden Augen sind Einwegtaschentüchern ideal, die nach der Verwendung sofort weggeworfen werden. Abgedunkelte Räume oder eine Sonnenbrille unterstützen außerdem die Erholung der Sehorgane. Aus hygienischen Gründen sollten unbedingt ein eigenes Handtuch und ein eigener Waschlappen verwendet werden, um eine Ansteckung zu vermeiden. Nach der Berührung der Augen immer sorgfältig die Hände waschen.

 

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Text: Heinl
© PACs Verlag GmbH
Foto ©: Pixabay